2. Wortwechsel am 25. November 2019

Der Literat als homo politicus – eine Tragödie?

Literatur und Politik am Beispiel Peter Handkes – Autorinnen und Autoren im Spannungsfeld zwischen Literatur und Politik

Was bedeutet es, politische Äußerungen und Haltungen eines Autors zum alleinigen Maßstab zur (auch nachträglichen) Beurteilung seines Werks zu erklären? Sollte man zwischen Werk und Autor trennen? Fragen dieser Art bestimmen die Debatte um das Für und Wider der Ehrung Handkes mit dem Nobelpreis. Darf man Hegel noch zitieren, dessen antisemitische und rassistische Haltung bekannt ist, desgleichen Kant? Oder Goethe, der als Staatsdiener in einer Denkschrift ein Szenarium entwickelt hatte, der Bevölkerung des geteilten Polen die polnische Muttersprache auszutreiben? Moralische Integrität vs. einer Einordnung und Wertung, die der Geschichte gerecht wird. Wo verläuft hier der Grat, die Grenze?

Letztendlich stellt sich so auch die Frage nach dem Umgang mit unserem kulturellen Erbe in all seiner Widersprüchlichkeit wie auch mit der Widersprüchlichkeit der dahinter stehenden Persönlichkeiten. 

Viele offene Fragen also, über die wir mit Ihnen ins Gespräch kommen möchten.

Am 25.11.19 von 19:00-21:00 Uhr
im Erich Kästner Haus für Literatur
Antonstraße 1, 01097 Dresden.

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung unter kontakt@kaestnerhaus-literatur.de wird gebeten.

In Vertretung des Literaturnetzwerks WortWechsel

Michael Bartsch, Beate Baum, Uta Hauthal, Willi Hetze, Jayne-Ann Igel, Andrea O’Brien, Petra Schweizer-Strobel, Justus Ulbricht und Noëlle Waibel

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